Ulf Kämpfer

Ihr Kieler Oberbürgermeister

1. März 2014

Kämpfer vor Ort
So war es: 24 Stunden unterwegs in Kiel

Kiel mit Weitblick: Aus dem Turmfenster der Nicolaikirche fotografiert
Kiel mit Weitblick: Aus dem Turmfenster der Nicolaikirche fotografiert

Um kurz vor 6 heu­te mor­gen gings los mit dem Wahl­kampf-Fahr­rad: Mit knapp zwei Dut­zend ande­ren Früh­schwim­mern hat Ulf Käm­fer eini­ge Run­den im Schwimm­bad in Gaar­den gezo­gen. Danach gings über die „Brü­cke ins Nir­gend­wo“ und die Hörn­brü­cke zum Haupt­bahn­hof. Dort hat der Ober­bür­ger­meis­ter­kan­di­dat von SPD, Grü­nen und SSW zusam­men mit frei­wil­li­gen Wahl­kampf­hel­fe­rin­nen und Wahl­kampf­hel­fern Hand­zet­tel zur Wahl ver­teilt. „Inter­es­sant war es mit den Taxi­fah­rern ins Gespräch zu kom­men. The­ma dort war nicht nur ihre Arbeit und dass es immer schwe­rer wird — auch das The­ma „Dop­pel­te Staats­bür­ger­schaft“ hat sie bewegt. Das muss end­lich mög­lich wer­den,“ berich­tet Ulf Kämp­fer auf Face­book.

Nach einer kur­zen Kaf­fee­pau­se ging es dann zum Fahr­rad-Park­haus am Haupt­bahn­hof. „Das Zusam­men­spiel von Fahr­rad und Bahn hat sich als ein ech­tes Erfolgs­mo­dell her­aus­ge­stellt,“ stell­te Ulf Kämp­fer fest.

Karneval in Kiel

100 Kin­der (inklu­si­ve unge­fähr 20 Prin­zes­sin­nen und 5 Pira­ten) fei­er­ten bunt ver­klei­det ihren Fasching in der AWO-Kita in Met­ten­hof — und mit­ten­drin Ulf Kämp­fer: Mit Müt­ze und Clowns­na­se. „Mei­ne Jon­glier­küns­te sind ein wenig ein­ge­ros­tet — dafür hat es umso mehr Spaß gemacht. Lei­der konn­te ich nicht wei­ter mit­fei­ern,“ erzählt Ulf Kämp­fer.

Ab 10 Uhr stan­den Gesprä­che auf dem Wochen­markt in Met­ten­hof auf dem Plan: „Ein Stadt­teil mit wei­ter­hin vie­len Her­aus­for­de­run­gen, der unse­re Ermun­te­rung und Soli­da­ri­tät braucht. Doch es erzäh­len mir auch immer wie­der Men­schen, dass sie ger­ne hier leben.“

Gedenken in der Wik

Der Flan­dern­bun­ker in der Wik ist ein wich­ti­ger Ort der Bil­dung und Völ­ker­ver­stän­di­gung und ein authen­ti­scher Ort der Erin­ne­rung an Krieg und Natio­nal­so­zia­lis­mus, erfuhr Ulf Kämp­fer vor Ort. „Es gibt vie­le, tol­le Plä­ne für die Zukunft, doch es gibt ein Pro­blem: Die För­de­rung der Bür­ger­ar­beit läuft aus und so fehlt es an hel­fen­den Hän­den. Die Stadt kann hier aller­dings wenig aus­rich­ten, da es sich dabei um ein Pro­gramm des Bun­des und des Euro­päi­schen Sozi­al­fonds han­delt.“

Selbst­stän­di­ges Woh­nen im Alter bie­tet das AWO-Senio­ren­haus in Elm­schen­ha­gen. Dort gab es gera­de Mit­tag, als der Kan­di­dat zu Besuch kam. Mit sei­nen Gast­ge­bern dort hat Ulf Kämp­fer über die Mög­lich­kei­ten für ein Senio­ren­ti­cket dis­ku­tiert. So ein ver­bil­lig­te Ticket wür­de alten Men­schen güns­ti­ge Mobi­li­tät in der Stadt ermög­li­chen. Aber auch das The­ma Möbel Kraft bewegt hier: Eini­ge der Bewoh­ner befürch­te­ten, dass die miss­ver­ständ­li­che Fra­ge­stel­lung des Bür­ger­ent­scheids dazu führt, dass Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler anders abstim­men, als sie es eigent­lich wol­len. War­um „Nein“ auf dem Wahl­zet­tel „Ja“ zu Möbel Kraft bedeu­tet, kön­nen Sie hier nach­le­sen.

Eine ganz wich­ti­ge Arbeit leis­tet „Hem­pels“: Peter Brand­horst ist der ver­ant­wort­li­che Redak­teur und er erklär­te Ulf Kämp­fer, was der Ver­ein über die Pro­duk­ti­on des Stra­ßen­ma­ga­zins hin­aus noch alles in läng­jäh­ri­gem Enga­ge­ment leis­tet. So betreibt er zum Bei­spiel das Cafe „Zum Sofa“ mit nied­rig­schwel­li­gen Ange­bo­ten für Lang­zeit­ar­beits­lo­se. „Auch hier ist die „Bür­ger­ar­beit“ ein wich­ti­ger Fak­tor, der hilft Men­schen eine Per­spek­ti­ve zu geben. Des­we­gen müs­sen wir uns dafür ein­set­zen, dass die­ses För­der­pro­gramm wei­ter­ge­führt wird,“ so Ulf Kämp­fer.

Blick über Kiel

Zu Gast in der Offe­nen Kir­che St. Niko­lai: Gemein­sam sind Pas­tor Wün­sche und Ulf Kämp­fer in den Turm bis unter die Spit­ze geklet­tert und haben sich dort über „Gott und die Welt“ unter­hal­ten. „Die Kir­che macht sozia­le Ange­bo­te, die ein wich­ti­ger Fak­tor in unse­rer Stadt sind. Schon des­halb soll­ten Rat­haus und Kir­che immer auf Augen­hö­he mit­ein­an­der spre­chen,“ fasst Ulf Kämp­fer zusam­men.

Ellerbek und Alt-Ellerbek

Am Nach­mit­tag stand ein Rund­gang durch Eller­bek auf dem Plan: Dort gibt es in der Wahle­stra­ße einen ech­ten Schand­fleck, der dank der GEWOBA Nord nun end­lich besei­tigt wer­den soll. Über 80 öffent­lich geför­der­te Woh­nun­gen mit Ser­vice­an­ge­bot für Men­schen, die Unter­stüt­zung brau­chen, wer­den hier nach und nach ent­ste­hen.

In Alt-Eller­bek war offen­sicht­lich, dass hier etwas pas­sie­ren muss: „In Sachen Woh­nen, in Sachen Wirt­schaft, aber zunächst muss hier an eini­gen Stel­len über­haupt ein­mal auf­ge­räumt wer­den. Da gibt es Ecken — das kann man sich nicht vor­stel­len,“ erklär­te Ulf Kämp­fer sicht­lich betrof­fen.

Zu Besuch bei Extrawürste 56

Im Gespräch mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der Geschäfts­leu­te in der Hol­ten­au­er­stra­ße wur­de noch ein­mal klar, welch ein Knack­punkt die Stadt­re­gio­nal­bahn ist. „Zum einen muss es dazu einen Bür­ger­ent­scheid geben. Zum ande­ren muss spe­zi­ell in der Hol­ten­au­er­stra­ße dar­auf geach­tet wer­den, dass sowohl Anwoh­ner als auch die Unter­neh­men etwas davon haben, wenn eine der Lini­en durch ihre Stra­ße gebaut wird,“ beton­te Ulf Kämp­fer nach dem Gespräch.

Halbzeit!

Im Anschluss an das Tref­fen war dann Halb­zeit der 24 Stun­den-Tour!

Danach ging es lang­sam auf die Spät­schicht zu: Nach einer groß­ar­ti­gen Thea­ter­vor­stel­lung im Schau­spiel­haus mit einem über­ra­schen­des Ende ging es ins Wubb­ke zu einem Getränk mit jun­gen Leu­ten, die sich poli­tisch enga­gie­ren. Zusam­men mit ihnen hat Ulf Kämp­fer dann Kaf­fee und poli­ti­sche Infor­ma­tio­nen an die Par­ty­gän­ger in der Berg­stra­ße ver­teilt.

Auf Nachtschicht

Nach einem beein­dru­cken­den Besuch bei dem Getrie­be­her­stel­ler GKN Dri­ve­line gings zur Poli­zei­leit­stel­le. Dort hat sich Ulf Kämp­fer sich erklä­ren las­sen, was die Polie­zi täg­lich leis­tet, um den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern den Rücken frei zu hal­ten. Dass es immer mehr Men­schen am Respekt im Umgang mit der Poli­zei man­geln las­sen, trägt neben der hohen Arbeits­be­las­tung zusätz­lich zum Frust bei.

Die Lichter der Großstadt

Im Anschluss ging es zu Mare Taxi wo ein ein­ge­fleisch­ter Gaar­de­ner Ulf Kämp­fer sein nächt­li­ches Kiel gezeigt hat.

Danach wur­de es noch ein­mal fast sport­lich. „Frau Frei­tag muss die schnells­te Zei­tungs­aus­trä­ge­rin der Stadt sein,“ staun­te Ulf Kämp­fer. Mit einem Affen­zahn presch­te sie vor­an, als sie zusam­men mit dem Kan­di­da­ten den Has­seern ihre fri­schen Nach­rich­ten ver­teilt hat.

Als letz­te Sta­ti­on stand der Holz­ofen­bä­cker in Gaar­den auf dem Plan. „Das ist ein Vor­zei­ge­be­trieb für Gaar­den und ganz Kiel. Drei Genera­tio­nen leben und arbei­ten hier unter einem Dach. Mit frisch geba­cke­nen Bröt­chen und reich­lich müde bin ich dann gegen sechs Uhr nach Hau­se gefah­ren,“ sag­te Ulf Kämp­fer zu Abschluss. „Was für ein Tag! Ich möch­te mich bei allen Gesprächs­part­nern dafür bedan­ken, dass sie mir Ein­blick in ihre Arbeit und ihr Leben gege­ben haben.“

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