Ulf Kämpfer

Ihr Kieler Oberbürgermeister

2. Mai 2014

Energie
Schwierige Lage nach Rückzug von MVV Energie aus dem Bau des Gasheizkraftwerks in Kiel

Mit Ent­täu­schung hat Kiels Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ulf Kämp­fer zur Kennt­nis neh­men müs­sen, dass die Mann­hei­mer MVV Ener­gie Abstand nimmt von der anste­hen­den Inves­ti­ti­on in den Neu­bau des Gas­heiz­kraft­werks in Kiel-Diet­richs­dorf. Die­se Ent­schei­dung hat der Vor­stand von MVV dem Kie­ler Ober­bür­ger­meis­ter in einem Schrei­ben vom 30. April 2014 mit­ge­teilt und zudem einen Ver­kauf der von MVV mehr­heit­lich gehal­te­nen Stadt­wer­ke­an­tei­le ins Spiel gebracht. Nach einer Klä­rung von Rück­fra­gen zu dem Schrei­ben hat der OB die städ­ti­schen Mit­glie­der des Auf­sichts­ra­tes und die Vor­sit­zen­den der Rats­frak­tio­nen vom Aus­stieg der MVV aus dem lau­fen­den Bau­pro­jekt unter­rich­tet.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer kündigt umgehende Gespräche an

Die Ent­schei­dung der MVV Ener­gie, so Ulf Kämp­fer in einer ers­ten öffent­li­chen Stel­lung­nah­me am Frei­tag, 2. Mai, ste­he im Wider­spruch zu den gemein­sam getrof­fe­nen Fest­le­gun­gen für den Bau des Gas­heiz­kraft­wer­kes. „Wir haben seit über zwei Jah­ren kon­struk­tiv und inten­siv gemein­sam an dem Pro­jekt gear­bei­tet. Noch am Mitt­woch haben unse­re Fach­leu­te mit den Exper­ten von MVV Ener­gie getagt. Der heu­te ange­kün­dig­te Aus­stieg von MVV aus dem Bau­vor­ha­ben trifft uns zu einem denk­bar ungüns­ti­gen Zeit­punkt mit­ten in der ent­schei­den­den Pla­nungs­pha­se“, sag­te der Kie­ler Ober­bür­ger­meis­ter vor der Pres­se in Kiel.

Zugleich erin­ner­te Kämp­fer die MVV Ener­gie an ihre unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung. Er äußer­te die Erwar­tung, dass MVV sich kon­struk­tiv zei­ge und aktiv mit der Lan­des­haupt­stadt Kiel an einer Lösung arbei­te. „Die MVV trägt als größ­ter Anteils­eig­ner seit Mai 2004 die unter­neh­me­ri­sche Haupt­ver­ant­wor­tung für die Stadt­wer­ke Kiel und somit für die siche­re Ener­gie­ver­sor­gung in unse­rer Stadt“, unter­strich Ulf Kämp­fer sei­ne For­de­run­gen. „Nach wie vor besteht Einig­keit, dass das geplan­te Gas­heiz­kraft­werk die bes­te Lösung für Kiel ist, um die Ener­gie­ver­sor­gung auf eine soli­de Grund­la­ge zu stel­len.“

Das wei­te­re Ver­fah­ren und mög­li­che Optio­nen will Ober­bür­ger­meis­ter Kämp­fer nun umge­hend gemein­sam mit den ande­ren Akteu­ren klä­ren. Er kün­dig­te an, in der kom­men­den Woche Gesprä­che dazu zu füh­ren: „Wir haben heu­te eine ‚Task Force Stadt­wer­ke‘ in der Stadt­ver­wal­tung gebil­det. Die poli­ti­sche Selbst­ver­wal­tung wer­den wir im Rah­men eines ‚Run­den Tisches‘ regel­mä­ßig über das wei­te­re Vor­ge­hen infor­mie­ren.“ In der kom­men­den Woche wird es zudem ein Tref­fen des Ober­bür­ger­meis­ters mit den Ver­ant­wort­li­chen der MVV Ener­gie geben, um die wei­te­ren Schrit­te zu bespre­chen.

Der Ober­bür­ger­meis­ter beton­te abschlie­ßend: „Obers­te Prio­ri­tät haben nun die Siche­rung der lang­fris­ti­gen Ener­gie­ver­sor­gung zu bezahl­ba­ren Prei­sen, die Zukunfts­si­che­rung der Stadt­wer­ke und der Erhalt der Arbeits­plät­ze am Stand­ort Kiel. Wie dies erreicht wer­den kann, muss so schnell wie mög­lich geklärt wer­den, um das Pro­jekt ohne Zeit­ver­zug zum Erfolg zu füh­ren.“

Quel­le: kiel.de

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