Ulf Kämpfer

Ihr Kieler Oberbürgermeister

12. Mai 2015

Verkehr
Projekt StadtRegionalBahn beenden — Öffentlichen Nahverkehr in Kiel und der Region gemeinsam ausbauen

Regionalbahn | Foto: kaffeeeinstein - CC BY-SA 2.0

Die Lan­des­haupt­stadt Kiel stellt die Wei­chen für die zukünf­ti­ge und nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung des öffent­li­chen Nah- und Regio­nal­ver­kehrs neu. In der nächs­ten Sit­zung der Rats­ver­samm­lung am Don­ners­tag, 21. Mai, wird Ober­bür­ger­meis­ter Ulf Kämp­fer eine Geschäft­li­che Mit­tei­lung ein­brin­gen, die auf­zeigt, wie die Stadt­ver­wal­tung die­ses wich­ti­ge The­ma in Zukunft ange­hen will.

Nach­dem der Kreis­tag Rends­burg-Eckern­för­de im Dezem­ber 2014 ent­schie­den hat, sich aus den Ver­hand­lun­gen über die Pla­nung einer Stadt­Re­gio­nal­Bahn (SRB) zurück­zu­zie­hen, soll die­ses Vor­ha­ben nicht wei­ter­ver­folgt wer­den. „Die feh­len­de Beschluss­fas­sung im Kreis Rends­burg-Eckern­för­de bedeu­tet das Ende des Pro­jek­tes und macht einen Neu­start erfor­der­lich, um eine nach­hal­ti­ge Lösung für den öffent­li­chen Nah­ver­kehr in Kiel und in der Regi­on zu fin­den“, erklärt Ober­bür­ger­meis­ter Kämp­fer.

Alternativen suchen

Gleich­zei­tig macht Kämp­fer klar: „Das Ende des Pro­jek­tes Stadt­Re­gio­nal­Bahn ist nicht gleich­zu­set­zen mit einer Absa­ge an den schie­nen­ge­bun­de­nen Ver­kehr in Kiel und in der Regi­on. Ich hal­te den Aus­bau von schie­nen­ge­bun­de­nen Sys­te­men nach wie vor grund­sätz­lich für ver­kehrs­po­li­tisch sinn­voll.“ Daher soll geklärt wer­den, ob und unter wel­chen Bedin­gun­gen ein Aus­bau von schie­nen­ge­bun­de­nen Sys­te­men als ein Bestand­teil der Ver­kehrs­sys­te­me in Kiel und der Regi­on rea­li­sier­bar ist. „Ich wer­de mich ins­be­son­de­re dafür ein­set­zen, dass der Aus­bau der Hein-Schön­berg-Bahn jetzt mög­lichst schnell vor­an­ge­trie­ben wird“, so Kämp­fer.

Mit Blick auf den künf­ti­gen Aus­bau des öffent­li­chen Nah­ver­kehrs schlägt die Stadt­ver­wal­tung drei Bau­stei­ne vor:

  1. Mit dem Leit­pro­jekt „Mas­ter­plan Mobi­li­tät“ soll in der Kiel-Regi­on ein gemein­sa­mes Ver­kehrs­kon­zept zur inter­re­gio­na­len Ver­bes­se­rung der Ver­keh­re erar­bei­tet wer­den.
  2. Par­al­lel dazu soll in Kiel auf Grund­la­ge des Regio­na­len Nah­ver­kehrs­pla­nes, der Wei­ter­ent­wick­lung des nach­hal­ti­gen Umwelt­ver­bun­des sowie des Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plans ein Kon­zept für einen nach­hal­ti­gen öffent­li­chen Nah- und Regio­nal­ver­kehr wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Dabei soll auch geprüft wer­den, inwie­fern eine erwei­te­rungs­fä­hi­ge „Stadt­bahn“ für das Kie­ler Stadt­ge­biet rea­li­siert wer­den könn­te. Für die Erar­bei­tung der stra­te­gi­schen Kon­zep­te für die mit­tel- bis lang­fris­ti­ge Ent­wick­lung des ÖPNV in Kiel und der Regi­on sieht Ober­bür­ger­meis­ter Ulf Kämp­fer rund zwei Jah­re vor.
  3. Als drit­ter Bau­stein sol­len par­al­lel kon­kre­te Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung des Nah­ver­kehrs dis­ku­tiert und schon kurz­fris­tig umge­setzt wer­den. Bezüg­lich der Finan­zie­rung der Maß­nah­men und der För­de­rung neu­er Model­le setzt Ober­bür­ger­meis­ter Kämp­fer die schon begon­ne­nen Gesprä­che mit der schles­wig-hol­stei­ni­schen Lan­des­re­gie­rung fort.

 

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Ein Kommentar

  1. Kieler78 sagt:

    So wie das Pro­jekt Stadt­Re­gio­nal­Bahn ange­packt und pro­pa­giert wur­de, hät­te es nur schei­tern müs­sen. Man kann sol­che Pro­jek­te nicht mit dem Kopf durch die Wand umset­zen.
    Mit einem klei­ne­rem Pro­jekt wie einer Stadt­bahn hät­te man eher anfan­gen sol­len.
    Vie­le wis­sen lei­der nicht das die SRB Kiel, Stadt­bahn oder eine Stra­ßen­bahn ver­schie­de­ne Sys­te­me sind.
    Wäre ich OB, wür­de ich an einem Schie­nen ÖPNV fest­hal­ten. Denn nur mit einem Schie­nen ÖPNV kann man die Kapa­zi­täts­gren­zen erhö­hen. Der rei­ne Bus ÖPNV in Kiel hat auf eini­gen Bus­li­ni­en bereits eng­päs­se. Der Bus­ver­kehr kann kaum noch ver­dich­tet wer­den. Des­we­gen kam auch die Idee mit dem Bus mit Anhän­ger.
    Die kleins­te Fahr­zeug­klas­se die für die SRB Kiel vor­ge­se­hen war, konn­te genau so vie­le Men­schen beför­dern wie der Bus mit Anhän­ger. Die ande­ren Fahr­zeug­ty­pen konn­ten mehr als 200 Men­schen beför­dern.

    Mein Grund­ge­rüst für eine Kie­ler Stadt­bahn die nur in Kiel fah­ren wür­de:

    Die Linie 1 beginnt in der Wik in der Her­tha­stra­ße. Wird wei­ter geführt zur Mer­ca­tor­stra­ße. Von dort aus geht es zur Hol­ten­au­er.
    Von der Hol­ternau­er geht es wei­ter bis zum Hbf. Vom Hbf Kiel/ Sophien­blatt geht die Stre­cke zur Ham­bur­ger Chaus­see. Bis zur End­hal­te­stel­le Schu­len­see.

    Die­se Stre­cke wäre bis zum Frei­licht­mu­se­um Molf­see erwei­ter­bar.

    Die Linie 4, soll­te auch Linie 4 hei­ßen.

    Die Linie 4 folgt der alten Stre­cke von Kiel Wik „Zur Fäh­re“ bis zur Wel­ling­dor­fer Schlei­fe.
    In Gaar­den soll­te geprüft wer­den, ob die Stre­cke über den Vineta­platz geführt wer­den kann, statt über die Schul­stra­ße.

    Die Linie 2 beginnt am Rung­holt­platz und geht über die Eckern­för­der Stra­ße zum Ste­en­be­ker Weg. Von dort aus gehts um den Stadt­teil Klaus­brook zur Ohls­hau­sen­stra­ße in Rich­tung Uni Kiel. Von dort aus geht es wei­ter zur Hol­ten­au­er und von da zum Hbf Kiel.

    Die Linie 2 könn­te man dann wei­ter füh­ren ins das Gewer­be­ge­biet Well­see. So wären Suchs­dorf und das Gewer­be­ge­biet ver­bun­den.

    Am Ende des Güter­bahn­glei­ses im Gewer­be­ge­biet Well­see, wür­de ich ein Bahn­de­pot für eine Stadt­bahn errich­ten. So, könn­te das Bahn­gleis stär­ker benutzt wer­den als zur Zeit.

    Linie 1: Kiel Wik — Schu­len­see

    Linie 2: Kiel Suchs­dorf — Well­see

    Linie 4: Kiel Wik — Wel­ling­dorf

    Die bestehen­den Bahn­stre­cken in Kiel müs­sen zudem 2 glei­sig aus­ge­baut wer­den, um zusätz­li­chen Zug­ver­kehr rea­li­sie­ren zu kön­nen.
    Noch bes­ser wäre es, wenn zwi­schen den Städ­ten Kiel-Eckern­för­de, Kiel-Rends­burg sowie zwi­schen Kiel und Plön die Bahngstre­cken durch­gän­gig 2 glei­sig sind.
    Die vor­han­de­nen Bahn­stre­cken, hät­te man längst aus­bau­en müs­sen. So hät­te man die umlie­gen­den Orte auch ohne eine SRB, wesent­lich bes­ser mit der Bahn anbin­den kön­nen. Sofern die vor­han­de­ne Ver­kehrs­in­fra­struk­tur eine siche­re Stand­fä­hig­keit besitzt. Sie­he Rends­bur­ger Eisen­bahn­hoch­brü­cke.

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